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Alberto packt aus

Fernweh liegt in der Luft!

Daher haben wir unsere Lehrenden gebeten, uns etwas über ihre Reisen zu erzählen.

Unser Spanischlehrer Alberto del Amo Gimenez macht den Anfang.

Wohin ging deine letzte Reise vor Corona?

Meine letzte Reise ging zum Kaukasus. Ich besuchte Georgien und Armenien.

Wohin möchtest du reisen, sobald die Pandemie vorbei ist bzw. du geimpft bist?

Mein Traum ist, wieder die Route Buenos Aires - Lima machen zu können. Die Realität sagt, es wird wahrscheinlich der Balkan und Osteuropa sein.

Welcher Reisetyp bist du? Wie macht dir reisen am meisten Spaß?

Ich reise normalerweise allein: Rucksack, Kamera, Bücher und viel Lust darauf, etwas Neues lernen zu können. Man lernt immer Leute kennen, mit denen man Strecken zusammen machen kann. Wirklich allein ist man selten.

Was war für dich die sprachlich interessanteste Reise?

Ufff… Indien. Man denkt, mit Englisch kommt man überall hin, aber nein. Ich hatte es in Lateinamerika gesehen, auch dort kommst du mit Englisch nicht weiter. Da es meine "Superpower" ist, Spanisch zu können, grinste ich damals nur, als ich die armen Gringos sah, die sich ärgerten, weil niemand Englisch konnte. In Indien erlebte ich, was es bedeutet, irgendwo zu sein und nicht kommunizieren zu können. Es war ein kleines winziges Dorf, wo ich einen Bus nehmen sollte. Es war fast unmöglich, eine Fahrkarte zu kaufen. Ich wusste nicht, wann und wo ich aussteigen sollte. Am Ende hatte ich die Fahrkarte, aber ich bin 25 Kilometer zu spät ausgestiegen.

Bei der Busstation lernte ich zwei junge Indier aus der Stadt des Nachbarbundesstaates kennen. Die Armen waren total verzweifelt. Sie hatten viele Probleme dort, weil sie auch die Sprache nicht konnten. In ihrem Bundesstaat war die Sprache eine andere. Dann fühlte ich mich in meinen Leiden nicht mehr allein.

Kennst du ein Sprichwort, das zum Thema Reisen passt und dir gefällt?

Einer von meinen liebsten Autoren von Reiseberichten ist Paul Theroux und er hat ein Sprichwort, das ich liebe:

"Tourists don't know where they've been, travelers don't know where they're going. Travel is glamorous only in retrospect."


Das Foto wurde übrigens in Yangon (Burma/Myanmar) aufgenommen. Dass Alberto gerne reist, wissen wir bereits von früheren Blogbeiträgen, wie Manchmal sind vier Sprachen nicht genug oder Las variedades del Espanol.

Wir wünschen einen schönen Sommer!

Im nächsten Teil unserer Sommer-Blogserie "ausgepackt" kommt unsere Griechischlehrerin Ria Nomikou zu Wort.